August Everding

1928

Geboren in Bottrop als Sohn eines katholischen Propsteiorganisten der Stadt.

Er lernt Klavier, Orgel und Flöte. 

Studium der Philosophie, Germanistik, Theologie und Theaterwissenschaften in Bonn und München. 

1953

Regieassistent bei Produktionen von Helmut Käutner, Fritz Kortner, Hans Schweikart und Paul Verhoeven. 

1955

Everding kommt als Regisseur an die Münchner Kammerspiele. 

1. Regie: „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz

Weitere Inszenierungen: Stücke von u. a. Wolfgang Borchert, Bernard Shaw, Wolfgang Hildesheimer und John Osborne

ab 1959

Oberspielleiter der Münchner Kammerspiele. 

ab 1960

Schauspieldirektor und stellv. Intendant der Münchner Kammerspiele

Inszenierungen: Werke von Friedrich Dürrenmatt, Tennessee Williams, Jean-Paul Sartre, Moliere, Schiller, Carl Zuckmayer u. a. 

ab 1963

Intendant der Münchner Kammerspiele

1965

1. Opernregie: „La Traviata“ von Giuseppe Verdi (München) 

1967

Inszenierung von „Tristan und Isolde“ (Wien) 

1969

Inszenierung von „Der fliegende Holländer“ (Bayreuth)
Everding widmet sich verstärkt der Opernregie.
Es folgen zahlreiche Inszenierungen an international renommierten Opernhäusern. 

1973

Intendant der Hamburgischen Staatsoper als Nachfolger von Rolf Liebermann

1977

Intendant der Bayerischen Staatsoper 

1982-1993

Generalintendant der Bayerischen Staatstheater. Everding ist u. a. mit der Koordinierung der ansonsten weitgehend selbständigen Bayerischen Staatstheater und der Langzeitplanung der Spielpläne befaßt. In seiner Amtszeit engagiert er sich zusätzlich für zahlreiche Projekte, insbesondere für die Wiedereröffnung des Prinzregententheaters. Als erfolgreicher Manager und Kulturpolitiker erreichte er aber auch die Einführung einer Regieklasse an der Münchner Hochschule für Musik, initiierte die Gründung des Bayerischen Staatsballetts und der Bayerischen Theatertage, sowie die Sanierung der Bühnentechnik der Staatsoper. 

seit 1989

Präsident des Deutschen Bühnenvereins

seit 1993

Staatsintendant und Präsident der Bayerischen Theaterakademie, 

die im Dezember 1993 eröffnet wurde. 

1996

Nach über 125 Inszenierungen seit 1955 übernimmt Everding die Regie von „Tristan und Isolde“ zur Wiedereröffnung des Prinzregententheaters am 10. November 1996. 

Juli 1997

Everding wird zum künstlerischen Gesamtleiter für den 

Deutschen Pavillon auf der Expo 2000 berufen. 

Januar 1999

August Everding stirbt im Alter von 70 Jahren.