Deutschunterricht in Winterwijk

Im Deutschunterricht haben wir über Wochen das Buch „Und im Fenster der Himmel“ von Johanna Reiss gelesen.
Das Buch handelt von einem jüdischen Mädchen namens Annie de Leuuw und ihrer Familie, die in Winterswijk lebten und sich zur Zeit des zweiten Weltkrieg vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten verstecken musste.  

Nach der Lektüre wollten wir mehr über Annie und ihre Familie erfahren und besuchten deshalb am 4. Juli 2019 die Stadt Winterswijk.

Als wir in Winterswijk ankamen, wurden wir von zwei Männern begrüßt, die uns den Tag über begleiten sollten.
Als erstes gingen wir mit Ben, einem der Männer, in die Synagoge. Die Jungs mussten eine Kippa tragen, da es für die Juden ein Zeichen der Ehrfurcht vor Gott ist, wenn man den Kopf bedeckt.

Ben erklärte uns in der Synagoge viele Merkmale des Judentums, wie zum Beispiel die Tora, das heilige Buch der Juden.
Es war sehr interessant, da so viele Gemeinsamkeiten zwischen  den einzelnen Weltreligionen bestehen.

Nach der Führung sahen wir uns ein Interview von Annie, ihrer Schwester Sini und Dientje und Johann an. Sie hatten die Schwestern über Jahre versteckt.

Im Anschluss an das Interview machten wir einen Stadtrundgang. Wir besuchten den Bahnhof, von dem aus viele Juden in die Vernichtungs- und Konzentrationslager gebracht wurden. Danach ging es an dem alten Wohnhaus der Familie de Leeuw vorbei und wir schauten uns das Rathaus an, in das Annie damals ging, um bei Dr. Boss (der damaligen Bürgermeister) eine Bescheinigung für den Besuch ihrer Mutter zu bekommen.
Zum Abschluss des Rundgangs standen wir vor einem Denkmal, auf dem alle Namen der beim 2. Weltkrieg getöteten Personen eingetragen waren. Das war sehr traurig.

Danach durften wir noch in kleinen Gruppen durch Winterswijk laufen, bevor uns der Bus wieder nach Bottrop brachte.